Mal ehrlich: Vorlesungen sind spannend – aber irgendwann stellt sich doch die Frage: Wie sieht das eigentlich in der echten Arbeitswelt aus? Genau deshalb waren wir im Sommersemester im Mai und Juli an den Hochschulen in Rottenburg und Albstadt-Sigmaringen zu Gast. Im Gepäck: jede Menge Praxiswissen, spannende Einblicke und die Erkenntnis, dass Energiewirtschaft alles andere als trocken ist.
Wenn das Stromnetz plötzlich so viel Aufmerksamkeit bekommt
Im ersten Vortrag drehte sich alles um das deutsche Energienetz – ein System, das hochkomplex, streng reguliert und gleichzeitig unverzichtbar für unseren Alltag ist.
Zusammen mit den Studierenden hat Gerrit Hosch, Abteilungsleiter von Managed Services, beleuchtet:
- welche Marktrollen und Regelungen unser deutsches Energiesystem hat,
- warum der bilanzielle Ausgleich das Herzstück der Netzwirtschaft ist,
- weshalb Lastprofile, DBA-Optimierungen und Prognosen über erhebliche Kostenpositionen entscheiden,
- wieso Netzstabilität und -sicherheit den Erfolg der Energiewende beeinflussen.
Das Highlight? Ganz klar unser Planspiel. Hier schlüpften die Studierenden in verschiedene Marktrollen und arbeiteten die Prozesszusammenhänge rund um „2.500 kWh“ spielerisch heraus. Theorie wurde dabei ganz schnell zu Praxis – und plötzlich ergab vieles einen Sinn, was zuvor nur auf Folien stand.
Digitalisierung: Buzzword oder Alltag?
Im zweiten Vortrag hat sich Gerrit Hosch der aktuellen Frage gewidmet: Ist Digitalisierung in der Energiewirtschaft eigentlich nur ein Modewort oder längst gelebte Wirklichkeit?
Spoiler: Sie ist mitten im Alltag angekommen.
Es wurde darüber gesprochen,
- wie digitale Prozesse, Portale und Schnittstellen die Energiewirtschaft verändern,
- warum Digitalisierung eine Schlüsselrolle für die Energiewende spielt,
- wie sich die Branche von Excel-Listen hin zu modernen Hub-Technologien entwickelt hat,
- wo SüdWestStrom digitale Lösungen für Stadtwerke anbietet, wie zum Beispiel unser Kundenportal, die FirstApp zur digitalen Prozessdokumentation, SWS-Connect zur intelligenten Beschaffungs- und Portfoliosteuerung und den Einsatz von KI zur automatischen Aufgabenbearbeitung sowie Informationsbeschaffung.
Mit diesem Blick hinter die Kulissen unseres Arbeitsalltags konnten die Studierenden erleben, wie Digitalisierung in der Praxis funktioniert – und warum sie heute weit mehr ist als nur ein IT-Thema.
Wissen teilen – Zukunft gestalten
Besonders gefreut hat uns das positive Feedback. Die Vorträge stießen auf großes Interesse und führten zu vielen spannenden Fragen.
Auch die Professoren sehen den Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen als echten Mehrwert. Praktika helfen Studierenden, wertvolle Fachkenntnisse mit zurück ins Studium zu bringen und Gastvorträge schaffen zusätzlich ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge der Energiewirtschaft. Sie ergänzen die theoretischen Inhalte ideal.
Vielleicht sehen wir uns bald wieder?
Für uns sind Hochschulvorträge weit mehr als Wissensvermittlung. Sie sind die perfekte Gelegenheit, neugierige Menschen kennenzulernen, Perspektiven auszutauschen und vielleicht schon heute die Zusammenarbeit von morgen anzustoßen.
Wenn du Lust hast, die Energiewirtschaft nicht nur aus Lehrbüchern kennenzulernen, sondern selbst mitzugestalten – dann freuen wir uns auf dich. Ob Praktikum, Werkstudierendentätigkeit, Abschlussarbeit oder Berufseinstieg – unsere Tür steht offen.

